Praxis für Aphasietherapie Karen Lorenz, Hamburg
Luise Lutz | Vorwort zu "SpAT®-SprechApraxieTherapie bei schwerer Aphasie" | März 2012


Karen Lorenz ist eine hervorragende Einführung in die Diagnostik und Therapie der Sprechapraxie gelungen und gleichzeitig die dringend erforderliche und lang erwartete Vervollständigung des MODAK®-Konzepts.

 

Der Schicksalsschlag einer schweren Aphasie kann durch eine Sprechapraxie katastrophale Ausmaße bekommen. Wenn es nicht gelingt, die gestörte Lautsprache zu reorganisieren, bleiben die Betroffenen – und ihre Angehörigen - trotz intensiver Aphasietherapie von fast allen Bereichen des Lebens isoliert und geraten nicht selten in eine schwere Depression.  Auch für die Sprachtherapeuten ist eine schwere Sprechapraxie in Kombination mit Aphasie eine große Herausforderung: Die bisher bekannten Therapie-Konzepte einerseits für  Sprechapraxie und andererseits für Aphasie lassen sich so schwer kombinieren, dass es häufig trotz aller Bemühungen kaum gelingt, den Betroffenen ein Minimum an Kommunikationsfähigkeit zu ermöglichen.

Karen Lorenz hatte den Mut und die Energie, sich dieser Herausforderung zu stellen. Sie entwickelte unter Einbeziehung wissenschaftlicher Forschungserkenntnisse ein Therapiekonzept, das über eine gründliche Diagnostik und Therapieplanung die Lautanbahnung und den weiteren Aufbau der Lautmuster ermöglicht und gleichzeitig kommunikative Reaktionen trainiert. Dabei ist Karen Lorenz den Vorschlägen des MODAK®-Konzepts gefolgt, hat aber ihr Vorgehen geschickt den begrenzten Möglichkeiten der Lautproduktion angepasst und MODAK® durch eine ganze Reihe neuer Ideen erweitert.

Wer sie mit ihren Patienten erlebt, erkennt, dass es ihr auf bewundernswerte Weise gelungen ist, die eigentlich ‚trockene‘ Kleinarbeit des Lautaufbaus in ein lebendiges Miteinander von Patient und Therapeutin umzuwandeln. Was ihr dabei hilft: Ihre große Sensibilität für die individuellen Nöte ihrer Patienten, ihr Gespür für alles, was jeden einzelnen interessieren könnte,  und – ganz wichtig – ihr Humor.

Ich kenne nur wenige Darstellungen, die so umfassend, detailliert, mit klarem inhaltlichem Aufbau und dabei so verständlich in eine derartig komplexe Materie einführen. Das Bildmaterial - Zeichnungen und Fotos zur Lautanbahnung und neue Situationsbilder von Inga Ortmann-Röpke für die MODAK®-Therapie – wird nicht nur alle Therapeuten unterstützen, die diese Störung behandeln, sondern kann auch manchen Angehörigen, die zuhause die angebahnten Lautmuster wiederholen möchten, eine große Hilfe sein.

Kurz, das Buch hätte ich gern schon vor 30 Jahren gehabt. Es ist schön, dass es jetzt da ist!    

Luise Lutz



Dr. Louise LutzDr. Luise Lutz studierte Linguistik, Sprachheilpädagogik und Psychologie an der Universität Hamburg; Weiterbildung in Neurolinguistik und Patholinguistik an den Universitäten Edinburgh, Paris und Brüssel.
Sie lehrte 15 Jahre Neurolinguistik/Patholinguistik an den Universitäten Hamburg, Bremen, Osnabrück und der Humboldt-Universität Berlin. Seit über 20 Jahren hält sie Seminare an Logopädenschulen, Rehakliniken und in Pflegeheimen zu den Themen "Aphasietherapie" und "Umgang mit Aphasie". Sie arbeitet seit 1979 als Klinische Linguistin in der neurologischen Rehabilitation, davon 13 Jahre in der geriatrischen Reha (Aufbau und Leitung der Sprachtherapie-Abteilung im Albertinen Haus, Hamburg). Auch im Aphasiezentrum Vechta-Langförden baute sie die Sprachtherapie- Abteilung auf und entwickelte das dort angewandte Konzept für die 4- wöchigen Intensiv-Kuren für Aphasiker und Angehörige. Seit 1996 therapiert sie in eigener Praxis in Hamburg.


 

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